Alkohol

Alkohol bei Tauchen: 

Die grundsätzlichen Effekte von Alkohol dürften den meisten Lesern wohl aus heroischen Selbstversuchen bekannt sein. Weniger bekannt ist jedoch, daß bei einem hohen Prozentsatz der Ertrinkungsfälle von männlichen Erwachsenen Alkohol eine Rolle gespielt hat.

Schon ein relativ geringer Blutalkoholgehalt führt zu einer eingeschränkten intellektuellen Leistungsfähigkeit und einer deutlichen Verstärkung des Tiefenrausches. Die Tiefenrauschgrenze verschiebt sich, so daß schon in wesentlich geringeren Tiefen als in den Lehrbüchern angegeben mit einem Auftreten gerchnet werden muß. Dies gilt natürlich auch für Restalkohol vom Vorabend! Darüber hinaus führt Alkohol zu einer Gefäßweitstellung und damit zu einer vermehrten Wärmeabgabe und Auskühlung. Im Rahmen von Bootsausfahrten sollte bedacht werden, daß Alkohol das Auftreten von Übelkeit begünstigt. Außerdem hat auch Alkohol eine anregende Wirkung auf die Urinproduktion und kann so zu einem relativen Flüssigkeitsmangel führen. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt nach einem feucht-fröhlichen Abend und einem kräftigen Kaffee am Morgen danach, da sich die Effekte von Koffein und Alkohol auf die Niere nicht einfach addieren, sondern multiplizieren. Es spricht nichts gegen ein ‘Absacker-Bier’ beim Apres-diving abends an der Taucherbar. Übermäßiger Alkoholgenuß sollte beim Tauchen jedoch vermieden und während des Tauchtages sollte auf Alkohol völlig verzichtet werden. Es sollte daher gelten:’ Don’t drink and dive!’

Bisher war nur von Genußmitteln die Rede, die legal, gesellschaftlich akzeptiert und allgemein verbreitet sind. Doch auch die Rauschgifte sollen Erwähnung finden, da (zumindest in der Statistik) ca. 30 % der Altersgruppe zwischen 16 und 35 Jahren Erfahrungen mit einer oder mehrerer der folgenden Substanzen hat.